5G Reallabor testet drei Anwendungsfälle für 5G

| Redakteur: Katharina Juschkat

In Braunschweig-Wolfsburg entsteht ein Reallabor für den Mobilfunkstandard 5G. Verschiedene Forschungsinstitute testen dort drei konkrete Anwendungsfälle für 5G.

5G ist für die Digitalisierung unabdingbar.
5G ist für die Digitalisierung unabdingbar.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Der Mobilfunkstandard 5G gilt als Schlüsseltechnik für die vernetzte Fabrik, denn er ermöglicht Echtzeitfähigkeit, stabile Datenübertragung und erhöhte Bandbreite. Um die Anwendung zu erproben, baut die TU Braunschweig gemeinsam mit weiteren Forschungseinrichtungen ein Reallabor in der Region Braunschweig-Wolfsburg auf.

Drei konkrete Anwendungsfälle geplant

Das geplante 5G-Kommunikationsnetz in der Region Braunschweig-Wolfsburg wird zunächst vermessen, modelliert und bewertet. Konkrete Anwendungsfälle werden in den Bereichen Mobilität, E-Health und Smart Construction umgesetzt und evaluiert:

  • Im Bereich Smart Construction soll die Echtzeit-Digitalisierung von Baustellen unter Nutzung der neuen Ortungsmöglichkeiten von 5G untersucht werden.
  • Im Bereich E-Health werden neue Möglichkeiten der mobilen Diagnostik mit mobilen MRT und mobilen EKG-Westen untersucht, um einen Beitrag zur Gesundheitsversorgung auch außerhalb von Ballungszentren zu leisten.
  • Im Schwerpunktbereich der Mobilität werden neue Möglichkeiten der Fernsteuerung im Bahnbetrieb, der Rettungsmobilität und der Einsatz von Rettungsdrohnen im vernetzten Straßenverkehr erforscht.

Forschung bis Ende 2022 abgeschlossen

Das 5G-Reallabor nutzt die lokalen Stärken der Mobilitätsregion in Braunschweig und Wolfsburg: Ergebnisse können nachhaltig in die bestehenden Testfelder Anwendungsplattform Intelligente Mobilität (AIM) oder das Testfeld Niedersachsen integriert werden.

Unterstützt wird das 5G-Reallabor vom Land Niedersachsen, dem Amt für regionale Landesentwicklung, den Städten Braunschweig und Wolfsburg sowie der Volkswagen AG. Das Forschungsvorhaben wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit insgesamt zwölf Millionen Euro gefördert. Die Forschungsvorhaben starten noch 2019 und werden Ende 2022 abgeschlossen sein.

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