Robotik Roboter gegen Fachkräftemangel und demografischen Wandel

| Redakteur: Katharina Juschkat

Fachkräftemangel und der Rückgang der Bevölkerung: Die Arbeitswelt verändert sich in den kommenden Jahrzehnten. Roboter könnten dabei helfen, die Lücken auszugleichen.

Roboter können dabei helfen, den demografischen Wandel sowie den Fachkräftemangel aufzufangen.
Roboter können dabei helfen, den demografischen Wandel sowie den Fachkräftemangel aufzufangen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Aufgrund des demografischen Wandels werden in dreißig Jahren etwa zehn Millionen Menschen auf dem Arbeitsmarkt fehlen. Eine Möglichkeit, diese Lücke auszugleichen, sehen viele Industrieunternehmen in der Robotik. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Automatica Trendindex, eine Befragung der Fachmesse Automatica unter 100 Fach- und Führungskräften.

Deutschland mit hoher Roboterdichte

Rund ein Viertel aller Erwerbstätigen arbeiten derzeit laut Statistischem Bundesamt im Industriesektor – das sind etwa elf Millionen Menschen. Gleichzeitig sind in diesem Segment aktuell insgesamt rund 216.000 Industrie-Roboter im Einsatz. Damit rangiert Deutschland weltweit auf Rang fünf so die jüngsten Zahlen der International Federation of Robotics. Was die Roboterdichte betrifft, kommen in der Automobilindustrie rund 1.270 Einheiten auf 10.000 Arbeitnehmer und im produzierenden Gewerbe rund 340.

Patrick Schwarzkopf vom VDMA Robotik und Automation ist überzeugt, dass Roboter einen wichtigen Beitrag zu der sich verändernden Arbeitswelt beitragen und erklärt: „Roboter sind ganz ausgezeichnet darin, einzelne Aufgaben zu übernehmen. So werden die Arbeitnehmer im Team mit dem Roboter beispielsweise von gefährlichen, ungesunden und eintönigen Aufgaben entlastet.“

Gleichzeitig lasse sich mit der Geschwindigkeit und Präzision von Robotern die Produktivität erheblich steigern. Laut Umfrage bestätigen 77 Prozent der Industrieentscheider, dass Roboter heute schon eine Schlüsselrolle spielen, um auf den Mangel von Arbeitskräften zu reagieren und die Automatisierung voranzutreiben.

Interessant dabei: Von dieser Entwicklung sind neben Konzernen zunehmend auch kleinere Firmen betroffen: Laut der Umfrage halten 84 Prozent den stark verbreiteten Einsatz von Robotertechnologie in mittelständischen Betrieben für keine Frage des „ob“ sondern des „wann“.

Die Gründe für den Roboter-Einsatz

Zu den wichtigsten Gründen, in Zukunft mit Robotern zu produzieren, gehören nach Meinung von rund 80 Prozent der Experten in den Industrieunternehmen:

  • Menschen schwere Lasten abnehmen
  • Die Handhabung gefährlicher Werkstoffe
  • Die Übernahme monotoner Arbeiten

Gleichzeitig berichten 81 Prozent, dass die Programmierung von Robotern tendenziell einfacher geworden ist und damit der Weg für den Einsatz in mittelständischen Betrieben geebnet wird.

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