Studie

Wie steht es um Assistenzsysteme in der Produktion?

| Redakteur: Katharina Juschkat

In einer Kurzstudie untersucht das Fraunhofer IAO, inwiefern Assistenzsysteme bereits in der Produktion angekommen sind und welche Hindernisse es gibt.

Um Assistenzsysteme sinnvoll einzusetzen, muss man wissen, welche Technologie für welchen Zweck sinnvoll ist.
Um Assistenzsysteme sinnvoll einzusetzen, muss man wissen, welche Technologie für welchen Zweck sinnvoll ist.
(Bild: Ludmilla Parsyak © Fraunhofer IAO)

Digitale Assistenzsysteme können in der Produktion viele Vorteile bringen, doch ihre Einführung bedarf aufgrund der Kosten und Veränderungen viel Überlegung. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Technologie für welchen Zweck sinnvoll ist.

Kurzstudie untersucht Potentiale von Assistenzsystemen

Um die Potentiale aktueller und zukünftiger Assistenzsysteme herauszufinden, hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO eine Umfrage unter 144 Mitarbeitern aus produzierenden Unternehmen zu verschiedenen Technologien, deren Anwendungsbereich und Verwendungszweck befragt.

Zu den wesentlichen Erkenntnissen der Umfrageergebnisse gehört, dass digitale Assistenzsysteme vor allem in den Bereichen der Fertigung und Montage verstärkt zum Einsatz kommen werden. Das hat verschiedene Gründe:

  • Zunehmender Bedarf an stationären Arbeitsplätzen
  • Reduzierung von Laufwegen und Wartezeiten
  • Bedarf nach aktuellen Informationen am Arbeitsplatz

VR und AR zum Einlernen und Trainieren

Vor allem Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) werden in Zukunft öfter eingesetzt, vermuten die Befragen. Für Arbeiten, bei denen die Hände überwiegend frei sein müssen, ist der Einsatz praktisch. Und tatsächlich gab ein Großteil der Befragten an, dass bereits heute diese Visualisierungstechnologien in Betrieben beim Einlernen und Trainieren von Mitarbeitenden zum Einsatz kommen. Jedoch werden etablierte Anwendungen wie Bildschirme oder Tablet nach wie vor am häufigsten verwendet – ein Grund dafür mag auch sein, dass aktuelle AR- und VR-Brillen noch sehr schwer und unbequem sind.

Hemmschwelle zur Einführung hoch

Bei der Anschaffung digitaler Assistenzsysteme ist die Hemmschwelle für viele – vor allem mittelständische – Unternehmen hoch, so Ergebnisse der Umfrage. Neben den Kosten verhindern fehlende technische Voraussetzungen und Unklarheit, was die Technologie bringen soll, eine Einführung.

Die Ergebnisse der Kurzstudie sollen deshalb eine Entscheidungsgrundlage bieten, um verschiedene Assistenztechnologien anhand ihres Verwendungszwecks und Einsatzbereichs zu beurteilen und mittelständische Unternehmen bei ihrem Weg in die Digitalisierung zu unterstützen.

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